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Neues aus der Kinderklinik.

Ines Maier ist erste Stipendiatin der Stiftung Kinderlächeln

Offensive für mehr Ärzte auf dem Land läuft an – Nachfrage steigt

Niederbayern/Passau. „Die kinderärztliche Versorgung in der Region muss heute angegangen werden – es reicht nicht darüber zu sprechen, sondern wir müssen tätig werden und uns darum bemühen, dass sich junge Ärzte auch bei uns im ländlichen Raum gut und gerne niederlassen“, mit dieser Intension hat Kinderklinik-Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller gemeinsam mit der Stiftung Kinderlächeln ein Stipendium für Medizinstudierende ins Leben gerufen.

Es wurde ein Konzept entwickelt, dass sich an alle Studierenden der Humanmedizin mit Interesse an der Kinder- und Jugendmedizin hier in der Region richtet. Ines Maier hat sich angesprochen gefühlt und sich für das neu aufgelegte Stipendium bereits Ende letzten Jahres umgehend beworben. „Ich habe im Sommer meine Famulatur, also einen Teil der vorgeschriebenen Praktika im Rahmen des Studiums, an der Kinderklinik in Passau absolviert – und es hat mir sehr viel Spaß gemacht“, erinnert sich die 21-Jährige. Die Kinderheilkunde habe ihr sehr zugesagt: „Ich hatte das Fachgebiet schon vorher im Visier und mein Gefühl wurde durch die Arbeit in Passau bestärkt. Es war eine spannende Zeit in der Kinderklinik. Besonders die Arbeit in der Notaufnahme hat mich beeindruckt. Es war ein schönes Gefühl, die Kinder und ihre Familien bei ihrem Genesungsprozess zu begleiten.“ Im Team der Kinderklinik habe sie sich umgehend aufgenommen gefühlt. „Als ich dann von dem Stipendium erfahren habe, wollte ich das unbedingt haben.“

Und ihre Bewerbung war erfolgreich! Ines Maier studiert derzeit Humanmedizin im siebten Semester an der Universität Regensburg. Die gebürtige Rottalerin kann sich sehr gut vorstellen, nach Abschluss ihres Studiums in Passau zu leben. „Ich erhalte ab sofort eine monatliche finanzielle Unterstützung durch die Stiftung Kinderlächeln und habe mich Gegenzug verpflichtet, einen Teil meines Praktischen Jahres (PJ) an der Kinderklinik zu absolvieren und nach meinem Studienabschluss für mindestens drei Jahre in der Kinderklinik zu arbeiten.“ 

Die Freude ist auf beiden Seiten groß. Durch Ines Maier nimmt das neue Projekt der Stiftung Kinderlächeln endlich Fahrt auf. „Wir haben die Problematik längst erkannt und wissen um die Dringlichkeit, wenn es um die Sicherstellung der medizinischen Versorgung für unsere Kinder geht“, so die Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Dr. Maria Diekmann, die damit das Engagement der Stiftung in die Stipendien begründet. Die Nachfrage an dem Angebot nehme langsam aber stetig zu. „Es muss sich jetzt erstmal herumsprechen, dass wir überhaupt Stipendien vergeben – und ich möchte an dieser Stelle betonen: Auf fachlich höchstem Niveau.“ Jedes vergebene Stipendium sei ein weiterer wichtiger Baustein, der den Nachwuchs an Kinderärzten in der Region nachhaltig sichert und fördert.

Hintergrundinformation zum Medizinstipendium der Stiftung Kinderlächeln

Das neu ins Leben gerufene Stipendium der Stiftung Kinderlächeln richtet sich an alle Studierenden der Humanmedizin mit Fachrichtung Pädiatrie aus der Region. Das Stipendium wird nur für Studierende ab dem sechsten bis zum zehnten Semester, längstens jedoch bis zum Beginn des Praktischen Jahres gewährt. Die Stiftung Kinderlächeln stellt für die Ausbildung (6. – 10. Semester) eine monatliche Förderung von 400 € zur Verfügung. Der Stipendiat verpflichtet sich im Gegenzug, nach Abschluss des Studiums für mindestens drei Jahre als Assistenzarzt/-ärztin an der Kinderklinik Dritter Orden Passau tätig zu sein.

 2021 02 24 Ines Maier ist erste Stipendiatin der Stiftung Kinderlächeln

Foto (Stefanie Starke): Ines Maier ist die erste Stipendiatin der Stiftung Kinderlächeln

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