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Neues aus der Kinderklinik.

Ein familienzentriertes Krankenhaus auf hohem Qualitätsniveau: Kinderklinik erfolgreich re-zertifiziert

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Foto (Stefanie Starke): Zufriedene Gesichter im Nachgang des dreitägigen Audits – (v.l.) SPZ-Leiter Dr. Christian Schropp, Beate Wagner, Auditorin, Bereichlsleitung Qualitätsmanagement Sandra Blöchl, Kinderklinik-Geschäftsführer Reinhard Schmidt, Pflegedirektorin Margit Schuster, Gabriele Voggenreiter, Qualitätskoordinatorin, Lisa Meier, Praktikantin QM und Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller.

Wenn man zurück auf das letzte Jahr blickt, durfte die Kinderklinik Dritter Orden Passau zahlreiche Erfolge und Meilensteine feiern – darunter die Inbetriebnahme der bayernweit zweiten Humanmilchbank nach München, des neuen Simulationszentrums mit der einzigartigen Übungspuppe „Paul" und natürlich die große Eröffnung des neuen Eltern-Baby- und Familienzentrums. Den Abschluss bildete 2017 schließlich die erfolgreiche Re-Zertifizierung, bei der die Herausforderung im Umstieg auf die DIN EN ISO 9001:2015-Norm hervorragend gemeistert wurde.

In der Wirtschaft ist der Begriff Qualitätsmanagement seit vielen Jahren etabliert, aber auch die Kinderklinik unterliegt einer ständigen Überwachung der entsprechenden Qualitätsstandards, die nicht zuletzt seit der Umsetzung des Gesundheitsreformgesetzes im Jahr 2000 in einer Qualitätsmanagement-Richtlinie aus dem Jahr 2015 auch gesetzlich vorgeschrieben sind. Medizinische Leistungserbringer sind also verpflichtet ein entsprechendes Qualitätsmanagement-System einzurichten und weiterzuentwickeln. „Eine Möglichkeit ist dabei den Ansprüchen der DIN EN ISO 9001 gerecht zu werden, aktuell ist es die überabeitete Norm DIN EN ISO 9001:2015, die ab September 2018 die alte Norm ablösen wird", erklärt Qualitätsmanagerin Sandra Blöchl. Die DIN EN ISO 9001 ist eine international anerkannte Norm, die allgemeine Mindestanforderungen an die Gestaltung von Qualitätsmanagementsystemen formuliert, um Produkte und Dienstleistungen verlässlich bereitstellen zu können, die die Kundenerwartungen sowie die zutreffenden gesetzlichen und behördlichen Anforderungen erfüllen. „Gleichzeitig müssen wir bei den Prüfungen aber auch immer wieder zeigen, dass unser System einem stetigen Verbesserungsprozess unterliegt – darauf wird großer Wert gelegt", so Blöchl weiter.

Was steckt hinter der Qualitätsmanagement-Richtlinie?

Inhalte wie ein strukturiertes Besprechungswesen, ein Beschwerdemanagement, die Durchführung von Audits, ein strukturiertes Fortbildungswesen, ein Fehlermanagement, Patienteninformation und –aufklärung, ein Risikomanagement, ein Notfall-, Hygiene- und Schmerzmanagement, regelmäßige Befragungen von Mitarbeitern und Patienten, oder auch Maßnahmen zur Arzneimitteltherapiesicherheit, sind nur einige Aspekte, die ordnungsgemäß nachgewiesen werden müssen. „Die Umsetzung der Richtlinie ist natürlich verpflichtend, die Zertifizierungen allerdings noch freiwillig", betont die Qualitätsmanagerin. Die Kinderklinik hat sich bereits zum vierten Mal zertifizieren lassen – „so eine Prüfung bringt viel Arbeit mit sich, und vor allem akribische Vorbereitung. Aber letztlich zahlen sich unsere Bemühungen aus, immerhin zeigt die Zertifizierung, dass wir stetig an uns arbeiten."

So ist die Kinderklinik Dritter Orden Passau bereits seit über 10 Jahren erfolgreich zertifiziert. Bereits damals lobten die Visitoren die "gute Dienstgemeinschaft", die ihnen im Haus aufgefallen sei, ebenso wie die kinderfreundliche Gestaltung der gesamten Klinik und die gut organisierte medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung. „Wir sind auch stolz auf die kurzen Wartezeiten vor Untersuchungen und natürlich die tolle

Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, wie beispielsweise das Klinikum Passau", erzählt Blöchl und kann sich noch an die ersten Prüfungen im Haus erinnern. Auf den damaligen Erfolgen habe sich die Einrichtung nie ausgeruht: Durch viele Innovationen und Konzepte wurde das Qualitätsmanagement in der Kinderklinik weiterentwickelt, so dass es heute auf sehr hohem Niveau praktisch „nebenher" gelebt und in den Alltag völlig integriert ist – gemäß den geforderten Richtlinien, und auch den Anforderungen der DIN EN ISO.

Mit den Neuerungen und der Weiterentwicklung der Kinderklinik allein im letzten Jahr konnten die Qualitätszahlen nun erneut verbessert werden. „Die Ergebnisse der externen Qualitätssicherung, beispielsweise im Bereich der Frühgeborenen-Versorgung, können sich im bundesweiten Durchschnitt sehen lassen: So ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Frühgeborenes die Kinderklinik Passau ohne Behinderung verlässt, in der Kinderklinik weitaus höher als im Bundesdurchschnitt", erklärt Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller.

Zertifiziert nach proCum Cert

Im Mittelpunkt steht die Wertschöpfung für den Patienten! Als Kinderklinik unter katholischer Trägerschaft ist es sowohl der Schwesternschaft der Krankenfürsorge des Dritten Ordens als auch der Geschäftsführung besonders wichtig, dass vor allem auch ethische, wertorientierte und seelsorgerische Aspekte bei einer externen Prüfung nicht zu kurz kommen. Die Verantwortlichen haben daher bereits im Jahr 2007 eine Zertifizierungsgesellschaft mit werteorientiertem Hintergrund gewählt, die proCum Cert (pCC) mit Sitz in Frankfurt. „Die Kinderklinik ist also nicht nur DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert, sondern zusätzlich nach den Anforderungen der proCum Cert", betont Geschäftsführer Reinhard Schmidt stolz.

Gerade Kliniken unter christlicher Trägerschaft wählen diese Zertifizierungsgesellschaft aus, da hier besonderer Wert auf spezielle Anforderungen wie die systematische Auseinandersetzung mit ethischen und spirituellen Themen innerhalb einer Klinik gelegt wird. „Auch Themen wie Mitarbeiterführung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheitsprävention oder der Umgang in schwierigen Situationen kommen im Rahmen der Zertifizierung zum Tragen", so Schmidt weiter.

Diese und noch viele weitere Anforderungen wurden im Dezember 2017 in einem dreitägigen Audit durch zwei Auditoren der Zertifizierungsgesellschaft procum Cert überprüft. In der für alle interessierten Mitarbeiter zugänglichen Abschlussbesprechung lobten die Auditoren vor allem die vielen Innovationen und das Projektmanagement. „Auch die geringe Mitarbeiterfluktuation als Zeichen für eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter wurde gewürdigt. Der prozessorientierte Ansatz und die gute Patientendokumentation konnten ebenfalls überzeugen", erläutert das Direktorium.

„Die Kinderklinik Dritter Orden Passau ist ein familienzentriertes Krankenhaus auf hohem Qualitätsniveau", lautete das abschließendes Fazit der Auditoren.

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