Hilfe-Hotline für Eltern

Psychologen der Kinderklinik stehen mit HILFE-Hotline für Eltern parat – 0851 / 7205 4176.

Foto (Stefanie Starke): Die Psychologen (v.r.) Dr. Sonja Engler-Plörer (Bereichsleiterin) und Mag. Günther Jakober.

Niederbayern/Passau. Es ist eine noch nie dagewesene Situation mit der Kinder, aber auch Eltern in diesen Tagen und Wochen zurechtkommen müssen: Kein Kindergarten, keine Schule, kein Zugang auf öffentliche Spielplätze oder ins Hallenbad – das Coronavirus sorgt dafür, dass das „normale“ Leben sich deutlich verändert hat.
Im Rahmen dieser Ausnahmesituation haben sich die Psychologen am Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik und an der Kinderklinik selbst Gedanken gemacht, wie man Eltern und Kindern in dieser Zeit eine Stütze sein kann. „Seit gestern (19.03.2020) ist unsere HILFE-Hotline aktiv, unter der sich Eltern an Psychologen wenden können, wenn es zu Hause Probleme gibt“, so Mag. Günther Jakober, Psychologe an der Kinderklinik. Täglich zwischen acht und 16 Uhr ist die Hotline freigeschalten – „Sie landen zunächst in unserem Sekretariat, hier werden Ihre Daten aufgenommen und dann melden wir uns noch innerhalb des selben Tages bei Ihnen zurück“, erklärt Jakober weiter. Noch halte sich der Andrang in Grenzen, aber man rechne mit jedem Tag mit mehr Bedarf. „Die Herausforderung ergibt sich einfach dadurch, dass sich die gewohnte Tagesstruktur deutlich verändert hat und sich die Familien auf die neue Situation einstellen müssen. Die Belastung der Eltern wird weiter steigen, allein aufgrund der oftmals auch beengten Wohnverhältnisse und fehlenden Rückzugsmöglichkeiten“, so auch die Bereichsleiterin der Psychologen am SPZ, Dr. Sonja Engler-Plörer. Die Nähe biete zwar auch zahlreiche Vorteile, könne in vielen Bereichen jedoch auch schnell belastend werden. 
Wichtig sei es in jedem Fall, den Kindern fachlich richtige Informationen zu vermitteln – und das altersangemessen: „Man muss ihnen erklären, dass ein enger Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden ist und Abstand gehalten werden muss – denn nur, wenn wir alle uns einschränken, können wir das Ansteckungsrisiko minimieren – zum Schutz für uns, aber auch für die anderen“, so Engler-Plörer weiter. Auch hier stehe das Psychologenteam parat, um Eltern bei der Vermittlung der oft schwierigen Inhalte ohne Panik zu unterstützen. Jeder dürfe sich melden und – „es ist immer besser rechtzeitig anzurufen, bevor es zur häuslichen Eskalation kommt“, so die Psychologen abschließend.

Noch ein weiterer Hinweis: Bei einer akuter Belastung können sich Eltern mit Schreibabies unter der bereits bekannten Entlastungs-Hotline (0851 / 7205 -111) nach wie vor zu jeder Zeit an das Team der Kinderklinik wenden – Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller appelliert hier an die Eltern: „Bevor es zu Hause gar nicht mehr geht und Sie an Ihre Grenzen kommen, bleiben Sie ruhig und kommen Sie direkt zu uns in die Kinderklinik – hier sind wir rund um die Uhr für Sie vor Ort und es steht ein speziell geschultes Kriseninterventionsteam für Sie bereit.“

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